Dr. med. Angela Birkhold

Fachärztin für Allgemeinmedizin
Fachärztin für Innere Medizin

Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
Pirmasens · Neuffer am Park

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Vitamin-D-Mangel

Hausärztliche Tipps

Vit. D kann der Körper durch Eigenproduktion in der Haut mit Hilfe von UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht herstellen. Durch den erhöhten Bedarf in den ersten zwei Lebensjahren reicht beim Säugling und Kleinkind die Eigenproduktion nicht aus. Sie wird zusätzlich durch zu wenig Aufenthalt im Freien und durch zu geringe UV-Strahlung bei starker Luftverschmutzung geschmälert. Daher sollten Säuglinge die ersten Monate täglich Vit. D-Tabletten bekommen. Bei Erwachsenen besteht ein erhöhter Bedarf bei Schwangeren, Stillenden, Senioren und Personen mit schlecht heilenden Knochenbrüchen. Vitamin D ist enthalten in Fischlebertran, tierischem Fett, Eiern, Milch und Butter. Vitamin D ist wichtig für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und damit für den Zahn- und Knochenaufbau.

Vitamin-D-Mangel führt zu gestörtem Calciumhaushalt mit "Ausdünnung" der Knochenmasse, Verbiegen der Knochen, schlechten Zähnen. Bei Kindern entsteht das Krankheitsbild der Rachitis, eine abnorme Weichheit der Knochen mit Verformung des Skeletts. Erste Anzeichen bei Kindern sind Unruhe, Schwitzen, schlaffe Muskeln.

Überdosierung durch Medikamente mit Vit. D führt zu erhöhtem Calciumspiegel im Blut und erhöhter Calciumausscheidung mit dem Urin. Dies hat zur Folge: Starken Durst und häufiges Wasserlassen. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Austrocknung, Nierenversagen. Muskelschwäche. Kalkablagerungen in Gefäßen, Leber, Niere.

Vitamin-D-Mangel tritt auf

  • bei Störungen der Vit. D-Aufnahme aus dem Darm in den Körper.
  • bei bestimmten Krankheiten der Leber und Niere, bestimmten Hormonstörungen, bestimmten Erbkrankheiten.
  • als Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten (z.B. gegen Epilepsie).
  • bei Säuglingen, deren Nahrung nicht genügend Vit. D enthält.
  • bei Erwachsenen, an deren Haut kein Sonnenlicht kommt.
  • evtl. bei Kleinkindern, Schwangeren, Stillenden, Senioren, Personen mit schlecht heilenden Wunden.

Vitamin-D-Präparate

Zur Rachitisvorbeugung gibt man Säuglingen/ Kleinkindern täglich eine Tablette mit 500 I.E. (I.E.= Internationale Einheit 0,0125 mg) Vit. D. Meist verordnet der Kinderarzt Kombinationen mit Fluor, die gleichzeitig der Kariesvorbeugung dienen. Zur Therapie bei schon bestehendem Vit. D-Mangel stehen Tabletten mit 1000 I.E. Vit. D zur Verfügung.