Dr. med. Angela Birkhold

Fachärztin für Allgemeinmedizin
Fachärztin für Innere Medizin

Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
Pirmasens · Neuffer am Park

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Magnesiummangel

Hausärztliche Tipps

Magnesium ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Der tägliche Bedarf an Magnesium liegt bei etwa 300-350mg. Da der Körper nicht in der Lage ist, Magnesium selbst zu produzieren, muss dieser wichtige Mineralstoff dem Körper durch die Nahrung zugeführt werden. Bei körperlichem oder geistigem Stress, in der Schwangerschaft und Stillzeit, in Wachstumsphasen und bei Sportlern sowie im Alter kann der Bedarf erhöht sein. Magnesium ist praktisch in allen Nahrungsmitteln enthalten - selbst im Wasser.

Magnesium ist besonders reichlich enthalten in Hülsenfrüchten, Vollkornbrot, Käse, Schokolade, Nüssen, Milch.

Magnesium ist im Körper wichtig für die Skelettmuskulatur, den Herzmuskel, die Funktion des Nervensystems, die Festigkeit der Knochen, die Arbeit zahlreicher Enzyme.

Magnesiummangel führt zu Zittern, Muskelzuckungen, Muskelkrämpfen (z.B. Wadenkrämpfen). Zu Magen-Darm-Beschwerden, z.B. Übelkeit und Magenkrämpfe. Zu nervösen Beschwerden, z.B. Kopfschmerz, Nervosität. Zu Schwindel, Benommenheit, Konzentrationsschwäche.  Zu Herzproblemen, z.B. Herzrhythmusstörungen. Zu vorzeitigen Wehen in der Schwangerschaft. Zu brüchigen Fingernägeln, kariösen Zähnen. Zu Menstruationsbeschwerden.

Magnesiummangel tritt auf bei kohlenhydratarmer Ernährung oder Diäten und bei Mangelernährung. Bei Erbrechen und Durchfällen. Bei Alkoholmissbrauch. Bei Abführmittelmissbrauch. Bei bestimmten Hormonstörungen (Nebenschilddrüse/Nebenniere). Bei bestimmten Nierenerkrankungen. Bei Leberzirrhose. In der Wachstumsphase bei Jugendlichen. Durch Stress. Bei Sportlern. In Schwangerschaft und Stillzeit.

Magnesiumpräparate gibt es als Dragees, Tabletten, Brause-, Kau- oder Lutschtabletten, Granulat oder Injektionslösungen in unterschiedlichen Dosierungen und mit unterschiedlichen Magnesiumsalzen. Es gibt auch Kombinationspräparate mit Calcium und/oder Kalium. Die Einnahme von Magnesium hilft bei nächtlichen Wadenkrämpfen. Magnesium kann vorbeugend gegen Thrombose, Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen, Nierensteine und zu hohe Cholesterinspiegel eingenommen werden.