Dr. med. Angela Birkhold

Fachärztin für Allgemeinmedizin
Fachärztin für Innere Medizin

Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
Pirmasens · Neuffer am Park

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Eisenmangel

Hausärztliche Tipps

Eisen ist im Körper wichtig für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin sowie für die Funktion von Haut- und Schleimhautzellen. Der tägliche Bedarf an Eisen beträgt 10-15mg,  der Bedarf ist aber  im  Wachstum sowie in Schwangerschaft und Stillzeit erhöht. Meist lässt sich der erhöhte Bedarf während der Schwangerschaft nicht allein durch eine eisenreiche Ernährung ausgleichen. Deshalb wird während der Schwangerschaft regelmäßig der Eisenwert kontrolliert und bei Bedarf werden entsprechende Eisenpräparate verordnet. Eisenpräparate sollen nicht auf eigene Faust eingenommen werden, da es zu einer Überdosierung kommen kann (Vergiftungserscheinungen mit Erbrechen, Durchfall, Kreislaufkollaps, Blutungen, Leber- und Nierenschaden). Eisen ist vor allem in Fleisch, Innereien, Getreide, Brot, Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten. Aus der Nahrung kann der Körper tierisches Eisen weitaus besser aufnehmen als pflanzliches Eisen.

Eisenmangel tritt auf bei

  • Blutverlusten z.B. bei starken Menstruationsblutungen, Magen-Darmblutungen (auch bei geringen, chronischen Magenblutungen, die nur als sog. okkultes Blut im Stuhl nachweisbar sind).
  • erhöhtem Bedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit und in der Wachstumsphase.
  • Säuglingen, die lange ausschließlich mit Milch ernährt werden.
  • ungenügender Zufuhr durch die Nahrung.
  • Magen-Darmerkrankungen, die mit einer gestörten Eisenaufnahme einhergehen.

Eisenmangel führt zu

  • Blutarmut (Anämie) mit blasser Haut und Schleimhaut, Kurzatmigkeit, Ermüdbarkeit, Schwindel.
  • Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Magen-Darmbeschwerden, Sodbrennen.
  • Rissigen Mundwinkeln, Zungenbrennen, Schluckbeschwerden, Haarausfall, brüchigen Fingernägeln.

Eisenpräparate

Eisenpräparate sind in verschiedenen Darreichungsformen z.B. als Tabletten (100-300mg), Brausetabletten, Kapseln oder Saft erhältlich. Sie sollten eine Stunde vor oder zwei Stunden nach der Mahlzeit eingenommen werden. Fruchtsäfte und Vitamin C erhöhen die Eisenaufnahme. Als Nebenwirkung kann es bei Eisenpräparaten zu Magen-, Darmbeschwerden und zu einer Schwarzfärbung des Stuhls kommen. Für Patienten, die unter einer Eisenaufnahmestörung im Darm leiden, gibt es auch Injektionslösungen.