Dr. med. Angela Birkhold

Fachärztin für Allgemeinmedizin
Fachärztin für Innere Medizin

Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
Pirmasens · Neuffer am Park

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Blasenschwäche

Hausärztliche Tipps

Als Blasenschwäche oder Harninkontinenz wird das Unvermögen, die Blasenentleerung willentlich zu kontrollieren, bezeichnet. Viele Menschen reden nicht über ihre Inkontinenz und verdrängen sie. Inkontinenz ist eine Krankheit und kein "Fehlverhalten" und kann in jedem Lebensalter auftreten. Bei älteren Menschen kommt es meist zu einer Stressinkontinenz, d.h. bei bestimmten Anstrengungen kommt es zu ungewolltem Harnabgang. Auslösende Faktoren können Lachen, Bücken, Heben, Husten oder Niesen sein. Frauen sind davon stärker betroffen als Männer. Männer leiden dafür öfter an der Unfähigkeit, die Blase vollständig zu entleeren. 

Häufigste Ursachen

  • Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur durch Schwangerschaft oder Übergewicht. 
  • Hormonmangel in den Wechseljahren.
  • Prostatavergrößerung.
  • Blasenschließmuskelschwäche, mangelnde Konzentrationsfähigkeit.
  • Blasenentzündung.
  • Rückenmarks- oder Nervenerkrankungen, Tumore, Diabetes, Multiple Sklerose.
  • Folge von Operationen, Unfällen, angeborenen Fehlbildungen.

Was Frauen  tun können

  • Blase regelmäßig entleeren, am besten zu bestimmten Zeiten, um einem unwillkürlichen Harndrang zuvorzukommen und um die Blase zu trainieren.
  • Übergewicht reduzieren.
  • Beckenbodentraining: Anspannen und Festhalten des Beckenbodenmuskels, mindestens 20-mal am Tag.
  • Training des Schließmuskels durch willentliche Unterbrechung des Harnstrahls beim Wasserlassen. Mit diesem Training sollte zur Prophylaxe so früh wie möglich beginnen, also wenn noch kein e Harninkontinenz besteht. 
  • Unbedingt auch vom Urologen abklären lassen.
  • Besonders nach einer Schwangerschaft sollte der Beckenboden trainiert werden.

Was Männer tun können

  • Frühzeitige Beachtung und Behandlung von Prostataleiden.
  • Starkes Übergewicht vermeiden.